Lebensfeier

Abschiede und Trauerfeiern

Ein Abschied, der dem Leben gerecht wird.

Wenn ein Mensch stirbt, bleibt vieles ungesagt. In einer Abdankung bekommt es Worte. Die Trauer hat darin Raum, die Dankbarkeit auch.

Was eine freie Trauerfeier ist

Eine freie Trauerfeier richtet sich nach dem Leben des Menschen, der gestorben ist. Und nach euch, die ihr zurückbleibt. Nicht nach einer festen Liturgie.

Sie ist offen für jeden Glauben und jeden Zweifel. Christliche Worte, ein Gebet oder ein Segen sind möglich. Nicht zwingend. Ihr entscheidet, wie viel Glaube in der Feier Platz hat.

Viele Familien suchen eine Feier nach einem Kirchenaustritt. Andere, weil der verstorbene Mensch der Kirche fern war, die Familie aber Tiefe sucht. Beides hat hier Platz.

Wo der Abschied stattfinden kann

Was eine Feier tragen kann

Eine Rede, die vom gelebten Leben erzählt. Stille. Musik, die er oder sie geliebt hat. Und einfache Zeichen, die für sich sprechen. Eine Kerze für alle, die etwas sagen möchten. Blüten, die ins Grab fallen. Ein Brief an den verstorbenen Menschen.

Ein Zeichen, das man erklären muss, ist keines mehr.

Keine Vertröstung. Aber der Tod hat nicht das letzte Wort.

Abdankung oder spätere Feier

Oft findet die Urnenbeisetzung im kleinen Kreis statt, und die Abdankung folgt später. Manchmal braucht eine Familie Wochen, bis sie bereit ist. Auch das ist gut. Eine Lebensfeier kann losgelöst von der Beisetzung stattfinden, am Abend oder am Wochenende, ohne Zeitdruck.

Nach einem Suizid

Wenn sich ein Mensch das Leben genommen hat, braucht der Abschied besondere Sorgfalt. Mehr dazu unter Abschied nach einem Suizid.

So entsteht die Feier

  1. Erster Kontakt Du schreibst mir. Wir klären kurz, was ansteht und bis wann. Du musst nichts vorbereiten.
  2. Trauergespräch Wir treffen uns bei euch zu Hause oder per Video, meist eineinhalb bis zwei Stunden. Ihr erzählt vom Menschen, den ihr verloren habt. Es braucht keinen Lebenslauf. Geschichten genügen.
  3. Vorbereitung Ich schreibe die Rede und gestalte den Ablauf mit Musik, Stille und Zeichen. Ich stimme mich mit dem Bestattungsunternehmen und dem Friedhof ab.
  4. Die Feier Ich leite die Abdankung, meist dreissig bis fünfundvierzig Minuten. Danach bekommt ihr die Rede gedruckt, als Erinnerung.

Häufige Fragen

Wie schnell ist eine Abdankung möglich?

Das hängt vom Friedhof und vom Bestattungsunternehmen ab. Bei einer Kremation findet die Abdankung oft ein bis zwei Wochen nach dem Tod statt. Schreib mir früh, dann planen wir gemeinsam.

Darf bei einer freien Trauerfeier gebetet werden?

Ja, wenn ihr das wünscht. Ich bin Seelsorger und in der christlichen Mystik zu Hause. Ich gestalte aber ebenso eine Feier ganz ohne religiöse Worte. Und alles dazwischen.

Ist eine Trauerfeier nach einem Kirchenaustritt möglich?

Ja. Nach einem Austritt ist keine Pfarrperson mehr zuständig, die Angehörigen wählen selbst. Die Abdankungshalle der Gemeinde, das Grab oder ein Ort in der Natur stehen euch trotzdem offen.

Dürfen Angehörige selbst etwas sagen?

Gern. Ich helfe euch beim Schreiben und stehe neben euch. Wenn die Stimme versagt, lese ich für euch weiter.

Darf an einer Abdankung gelacht werden?

Ja. Ein Leben war selten nur ernst. Wo gelacht wird, ist der Mensch oft am nächsten.

In welchen Sprachen gestaltest du Feiern?

Auf Deutsch, Kroatisch und Englisch, auch gemischt.

Wenn du jemanden verloren hast

Schreib mir ein paar Zeilen, sobald du bereit bist. Ich melde mich so rasch wie möglich, und wir schauen gemeinsam, was jetzt ansteht.

mario@lebensfeier.ch